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Neben Microsoft der zweite Gigant der Branche. Intel dominiert den Prozessormarkt eindeutig und zeigt seit Jahren keine erkennbaren Verschleißerscheinungen. Periodische Preissenkungen und Neuankündigen gleichen mittlerweile der Verkündung des Evangeliums. Den Pentium III gibt es nur noch vereinzelt als Server-Variante Pentium III-S mit 512KB Cache, für den nur wenige (Server-) Mainboards freigegeben sind. In der eigentlichen Distribution sind allerdings nur noch Pentium IV-CPUs sowie Xeon-Prozessoren befindlich. Die teure Rambus-Technik spielt für den Pentium IV inzwischen ebenfalls keine Rolle mehr. Selbst der High-End Workstation-Markt wird inzwischen mit dem i875 ('Canterwood') und Dual-Channel DDR-RAM (400MHz) versorgt. Die geringfügig "abgespeckte" Variante i865 ('Springdale') soll der neue Standard-Chipsatz im Retail-Markt werden und hat die Chance, das Erbe anderer erfolgreicher und langlebiger Chipsätze wie i440BX, i815 oder 845D anzutreten. Seit mit Einführung des DDR-fähigen i845D die Zusammenstellung preiswerter Pentium 4-Systeme möglich ist, schwindet allmählich der Preisvorteil von AMD-basierten Lösungen. Somit wird die Wahl wieder mehr zu einer "Glaubensfrage", zumal Intel von der absoluten Performance inzwischen bei den schnellsten P4-CPUs in Kombination mit dual-channel DDR-RAM deutlich an AMD vorbeizieht. Der Einstieg beginnt bei Intel derzeit bei einem 2GHz Celeron Prozessor.
Die Celerons sind allerdings weniger empfehlenswert, da sie noch auf dem alten
"Willamette"-Kern mit halbiertem Level-2-Cache basieren. Damit hat er nur noch
128KB, was ihn in Verbindung mit dem 100MHz-Bus (bzw. 400MHz 'Quad Pumped')
deutlich bremst. Detaillierte Informationen zu Intel Prozessoren finden Sie auf der Intel-Internetpräsenz. |
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Nach der Einführung des Athlon Prozessors ist es AMD kurzzeitig gelungen, Intel nennenswerte Marktanteile abzujagen und seine Ergebnisse von Quartal zu Quartal zu steigern. Inzwischen geht es AMD aber wie den meisten Firmen aus dem IT und HighTech Sektor schlecht und die Marktanteile hat sich Intel nach der Einführung von DDR-RAM für die P4-CPUs sowie dem "Northwood" Prozessorkern wieder zurückerobert. Auch die jüngste Vorstellung des Athlon XP3200+ mit "Barton"-Kern (512KB Cache) wirkt ein wenig wie ein letzter verzweifelter Versuch, mit dem Chip-Giganten einigermaßen gleichzuziehen, bevor man dann mit dem Athlon 64 im zweiten Halbjahr 2003 evtl. sogar wieder ein wenig "vorlegen" kann. Die vergleichsweise schlechte Performance des AMD-Flaggschiffs macht auch inzwischen die Schwäche von AMDs "Performance Rating" deutlich, da man den XP 3200+ mitnichten einem 3GHz-P4 gleichsetzen kann. Es bleibt sehr stark zu hoffen, daß AMD sich beim kommenden Athlon 64 auch im Sinne des Verbrauchervertrauens wieder auf die Kennzeichnung des realen Taktes besinnt. Die Marketing-Aktivitäten könnte man dann verstärkt der Aufklärung über das Verhältnis zwischen Takt und Leistung widmen. Die Athlon XP-Prozessoren sind inzwischen fast ausschließlich mit dem verbesserten "Thoroughbred"-Kern (0,13µ) erhältlich, unterhalb eines 2000+ lohnt eine Anschaffung wegen des günstigen Preises kaum noch. Unterhalb des 2500+ (Barton) besitzen die XP-Prozessoren einen FSB von 133 bzw. 266 (DDR). Darüber werden die Prozessoren mit einem FSB von 166 bzw 333MHz betrieben, lediglich das Top-Modell 3200+ benötigt schon einen "FSB400", der sich aktuell nur mit der neuen Revision des nForce2-Chipsatzes von nVIDIA nutzen läßt. VIA hat für den FSB400 bereits den KT600 angekündigt, der nach ersten Tests mit Prototypen von der Performance endlich mit dem Konkurrenzprodukt von nVIDIA gleichziehen kann. Für den Low-Cost-Bereich hat AMD nach wie vor den Duron im Programm, der ab 1GHz den mit dem Palomino vergleichbaren "Morgan"-Kern besitzt - jedoch mit weiterhin nur 64KB L2-Cache. Den Duron gibt es z.Zt. mit max. 1,4Ghz, lohnt aber nur noch für die ganz Sparsamen, die selbst bei einem Neukauf oder einer Aufrüstung noch genau auf 30,- € mehr oder weniger schauen müssen. Auch im Serverbereich fasste AMD schrittweise Fuß mit dem dualtauglichen Athlon MP und dem passenden Chipsatz 760MP bzw. 760MPX. Konnte anfangs lediglich der Hersteller Tyan Dual-Athlon Mainboards liefern, so folgten inzwischen andere Hersteller (MSI, Gigabyte, Asus) mit Dualboards auf Basis des 760MPX zu relativ erschwinglichen Preisen. Aufgrund des Mehrpreises für den Athlon MP dürfte dies für Privatanwender jedoch weniger von Interesse sein, auch wenn prinzipiell Athlon XP Prozessoren ebenfalls im Dual-Prozessor Betrieb funktionieren können. Garantiert wir es von AMD aber nur für den Athlon MP. Für den Servermarkt hat AMD den 64-Bitter "Opteron" - lange unter dem Codenamen "Sledgehammer" bekannt - entwickelt. Die ersten Opteron-Systeme sind inzwischen lieferbar und serienreif, jedoch bleibt die Resonanz aus dem konservativen Server- und Business-Umfeld noch abzuwarten. Eine "abgespeckte" Version des Opteron wird es für den Endanwender-Markt in Form des Athlon 64 geben. Für diesen werden wieder ein neuer Sockel und neue Chipsätze fällig und endlich folgt AMD auch Intels Beispiel mit einem durchdachten "Retention"-Konzept für die sichere Befestigung der immer größer und schwerer werdenden CPU-Kühler. Als Mitglied des AMD-Reseller-Programs beantworten wir Ihnen gerne Fragen zu diesen Themen. Weitere Informationen zu AMD-CPUs finden Sie auf der AMD-Website. Stand: Mai/Juni 2003 |
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